Regionenmarke versus Regionalmarke - Das Bild einer Region in den Köpfen von Kunden und Entscheidern

Aktualisiert: Mai 20

Was macht Regionalmarketing eigentlich erfolgreich? Was ist Regionalmarketing? Diese Fragen stellen sich immer wieder im Zusammenhang mit unserem Projekt. Eine einheitliche, universal gültige Definition gibt es dazu nicht. Jede Region welche sich positionieren möchte, muss ihren eigenen Weg finden, Leitbilder, Ziele, Standards und authentischen Kernbotschaften zu entwickeln. Regionalmarketing ist ein Mittel zur Steuerung und Umsetzung von Maßnahmen und Teilprojekten, die unter Einbezug regionaler Akteure dazu geeignet sind, des Standort zu Stärken und die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Region voranzubringen.


Die wichtigsten Erfolgsfaktoren von Regionalmarketing sind die professionelle, nach außen wirksame Darstellung dessen, was die Region, ihre Menschen und Unternehmen auszeichnet sowie die aktive Vernetzung und Kooperation und Bündelung der regionalen Kräfte vor Ort. Ein weiterer, wichtiger Erfolgsfaktor ist darüber hinaus die Implementierung der Marke bei der einheimischen Bevölkerung ebenso wie bei Tagesgästen, Touristen und Entscheidern in Betrieben, die sich tagtäglich neu für Standorte entscheiden müssen.


Ein gutes Verständnis und die klare Abgrenzung der jeweils verwendeten Markenbegriffe hilft in diesem Zusammenhang allen Beteiligten.


Wichtiger Erfolgsfaktor für Regionalmarketingprojekte ist das Verständnis und die Unterscheidung der jeweils verwendeten Marketingbegriffe. Dabei unterscheiden wir Regionenmarketing und Regionalmarke.
Markenbegriffe im Regionalmarketing Goldener Grund


Abgrenzung Markenbegriffe


»Die Regionenmarke ist das in der Psyche von Menschen fest verankerte, unverwechselbare Vorstellungsbild einer Region Goldener Grund.«


»Die Regionalmarke ist das Dach, das gemeinsame Qualitätsversprechen, unter dem sich die in der Region erzeugten Waren und Leistungen sammeln und präsentieren.«


Beide Elemente, also Regionenmarketing mit Markenbausteinen wie ausdefiniertem Leitbild und herausgearbeiteten Kernkompetenzen und Markenbotschaften und eine unverwechselbare Qualitäts-Regionalmarke Goldener Grund, unter der sich die angebotenen Waren und Leistungen präsentieren und identifizieren, sind Vision und Ziele des Projektes Regionalmarketing Goldener Grund, das durch die Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg und die interkommunal kooperierenden Gemeinden Brechen, Hünfelden, Selters (Taunus) sowie die Kurstadt Bad Camberg auf die Schiene gesetzt wurde. Dieser Idee folgen auch viele der Teilnehmenden der Umfrage „So ist unser Goldener Grund“. Diesen Schluss lässt die Auswertung der Frage 7 der Umfrage zu, in der viele, offenbar gut im Gedächtnis der Befragten verhaftete Regionen wie Schwarzwald, Erzgebirge oder Vulkaneifel als Vergleichsregionen des Goldenen Grundes genannt werden.


Frage 7 lautete: „Mit welcher anderen Region würden Sie den Goldenen Grund vergleichen?“ Die Hälfte der Teilnehmenden (146 Personen zum Stichtag 11.01.2021) hat diese offene Frage beantwortet und die wichtigsten Nennungen finden sich in nachstehender Abbildung.


Teilnehmende einer Umfrage im Rahmen des Projektes Regionalmarketing Goldener Grund antworteten auf die Frage der Vergleichbarkeit mit anderen Regionen mit Angaben wie Schwarzwald, Rheingau, Oberbayern, Erzgebirge, Vulkaneifel
Mit welcher anderen Region würden Sie den Goldenen Grund vergleichen?

Regionalmarken sind ein anerkannt wirksames Instrument der nachhaltigen Regionalentwicklung im ländlichen Raum und sehr viele Regionen machen regen Gebrauch. Davon abzugrenzen sind im Zusammenhang mit in der Region produzierten Waren und Leistungen die so genannten „geschützten Herkunftsbezeichnungen“ auf nationaler oder europäischer Ebene.

Regionalmarketing ist ein Kommunikations- und Kooperationswerzeug für die stringente regionale Entwicklung. Durch sinnvolle, interkommunale und überparteiliche Zusammenarbeit entstehen enorme Synergieeffekte bei der Umsetzung von Projekten und Maßnahmen des Regionalmarketings zum Wohle aller. Vor allem dort, wo eine Kommune alleine vielleicht nicht die Kraft und die Mittel hätte, die Realisierung voranzutreiben. Durch regionale Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Industrie und Verbänden kann das viel gefürchtete Kirchturmdenken überwunden und private Akteure wie Bürger und Unternehmen in den Prozess der regionalen Entwicklung effektiv eingebunden werden.

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